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Text und Recherche Günter
Herrmann und Sandra Faas, Fotos Günter Herrmann
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Turnvater Friedrich Ludwig Jahn |
Mit
Ihm fing alles an , "Turnvater Jahn"
Geb. 11.8.1778, in Lanz/Prignitz,
gest. 15.10.1852 in Freyburg a.d.
Unstrut. |
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50 Jahre nach Turnbeginn von Friedrich Ludwig Jahn auf der Hasenheide in Berlin war es auch in Langenau soweit. Am 15.08.1861
gründeten die Turner mit 25 Mitgliedern, 2 Ehrenmitgliedern und 8
Zöglingen den TV Langenau. Schon 1863 fand in Langenau das erste
Gauturnfest des Ulmer Turngaues statt. 50 Jahre leitete dann ein
Turner, nämlich Nikolaus Rieder, den Verein. Eine erste Mädchenriege
wurde 1909 ins Leben gerufen. |
Nicolaus Rieder |
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Jacob Salzmann |
1922 wurden die Turner durch den damaligen
Turngauvorsitzenden
Jakob Salzmann dazu aufgefordert, die Patenschaft für
den TSV
Bernstadt zu übernehmen.
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Die Grausamkeiten zweier Weltkriege konnten die
Turnerabteilung nicht unterkriegen. Schon 1945 fingen sie wieder in
der alten Halle auf dem Burghof
mit dem Turnbetrieb an. Zunächst
unter Turnwart Hans Held und später dann unter Heinz Amann. Eine
Kinderturnabteilung wurde 1948 von
Heinz Amann und Heinz Hiller ins
Leben gerufen. Beide waren damals selbst noch Jugendliche. Sie zogen
die sportbegeisterten Kinder in die alte
Burghofhalle, die oft für
die große Zahl der Kinder zu klein war. In jener Zeit war die Kindertrunabteilung noch Zulieferant für die anderen
Sportabteilungen des TSV, die meist erst mit 14-jährigen ihren Sport
begannen. |
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Bei den Frauen ein ähnliches Bild. Hier war es
Rosl Bauer, die lange Jahre die Führung im Frauenturnen inne hatte.
1954 übernahm Hedwig Mayer
dieses Amt und war jahrzehntelang im Frauenturnen,
beim Mädchenturnen und Kinderturnen mit großem Erfolg tätig.
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Zum 100-jährigen Bestehen des TSV im Jahre 1961
trugen die Turner das Gauturnfest in Langenau aus, davon ist eine
ausführliche Chronik vorhanden.
Damals stand das Vereins-Riegenturnen noch hoch im
Kurs und jeder Verein stellte dabei eine Riege. Nahezu militärisch
exakt wurden gleichzeitig an
mehreren Geräten die gleichen Übungen geturnt. Die
Turner des TSV unter Hans Held erhielten die Höchste Benotung – ein
„sehr gut“. Viele interessante
Turnvergleichskämpfe fanden in dieser Zeit statt. Die
Burghofhalle war dabei oft bis auf den letzten Platz gefüllt. Bis
dann 1964 die Stadthalle eingeweiht
wurde und die Turnstunden und Wettkämpfe in neuer
Umgebung stattfanden. Kaum war die Stadthalle in Betrieb, kam das
„Aus“ der doch irgendwie ins
Herz geschlossenen alten Halle auf dem Burghof – wie
wurde abgerissen.
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Heinz Hiller übernahm in dieser Zeit die
Führung der Abteilung bis zum Jahre 1982, als ihn dann Hans Herrmann
ablöste. Heinz Hiller übernahm das
AH-Turnen, eine zwar kleine aber
umso eifrigere Schar. Gleichzeitig gab es auch einen Wechsel beim
Kinderturnen. Hier übergab Hedwig Mayer ihr
Amt an Astrid Zanner.
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20 Jahre nach dem Umzug in die Stadthalle kam
es zum erneuten Hallenwechsel, diesmal in die neu erstellte
Pfleghofhalle, die sehr gute Trainingsmöglichkeiten bietet. Bis auf
das AH- und Mutter- u. Kind-Turnen findet der ganze Turnbetrieb nun
in dieser neuen Halle statt.
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Mutter und Kind Turnen 1986 |
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Die Aktiven und Ehemaligen Turner 1986 |
4 Deutsche-, 8 Landes- und 5 Gauturnfeste gab
es seit 1961 und bei
allen waren Turnerinnen und Turner des TSV als
erfolgreiche
Teilnehmer dabei und jedes Mal kehrten sie als Sieger
heim. Diese
sportliche Leistungen der Langenauer Turner blieben auch
auf höherer
Ebene nicht verborgen. Seit es in Ulm eine Gauriege gab,
waren
Langenauer dabei. Erst waren es Hans Held, Ernst Mettmann,
Dr.
Hans Hommel, Walter Schüle und Otto Einsiedler; dann
Heinz Amann und
Heinz Hiller, später Günter Herrmann und
Ernst Mikschl, dann Rainer Herrmann, er turnte auch
schon mehrfach
in der Landesriege.
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10 Jahre lang dominierte im Ulmer Turngau und darüber hinaus die so
genannte Herrmann Riege. Sie gewannen nicht nur neunmal den Titel
eines Gaumannschaftsmeisters, sondern stellten auch mit Günter
Herrmann, Ernst Mikschl und Rainer Herrmann die absolut meisten
Gaumeister seit 1961. Außerdem turnten sie 4 Jahre lang in der
vierthöchsten Klasse des Deutschen Turnerbundes, der Landesliga, aus
der sie 1979 freiwillig ausschieden |

Die Gauliga Mannschaft 1986 |
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Aber auch als Zehnkämpfer trugen sie den Namen
Langenaus und des
Vereins ins Land hinaus. Viermal wurde Günter
Herrmann
Württembergischer Vizemeister im Zehnkampf, bis es dann
Ernst Mikschl 1979 gelang, den ersten Württembergischen Meistertitel
in dieser Disziplin nach Langenau zu holen. Ihm
folgte Rainer
Herrmann, der den Titel 1984 und 1985 holte und 1985
sogar
Deutscher Vizemeister wurde. Hätte es in jener Zeit
einen Deutschen
Meistertitel für die Mannschaft gegeben, wäre, unter
Zugrundelegung
der Platzierungen der Meisterschaften, der TSV-Riege
der Titel sicher
gewesen.
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Nicht nur die aktive Mannschaft war sehr
erfolgreich, auch die Kleinen sollen erwähnt werden. Bei allen
Kinderturnfesten des Ulmer Turngaues waren sie sehr zahlreich
vertreten. Ihre Teilnehmerzahl schwankte zwischen 90 und 120
Kindern, wobei stets zwei Drittel davon Mädchen waren und nur wer
selbst schon mitgeholfen hat, weiß, was die freiwilligen
Übungsleiter und Helfer an den Übungsabenden und Turnfesten leisten.
Doch alle Anstrengungen waren vergessen, wenn ein Kind aus den
eigenen Reihen auf dem Siegerpodest stand. Eine weitere Gruppe
innerhalb der Abteilung ist das Mutter- und Kindturnen. Hier können
sich die Kleinen, zusammen mit ihren Müttern, sportlich betätigen
und bei Gymnastik und Spielen etwas für die Beweglichkeit und
Geschicklichkeit tun. Seit 1968 gibt es diese Gruppe. Ins Leben
gerufen wurde sie von Frau Semle, gefolgt von Frau Renner und seit
ca. 10 Jahren fortgeführt von Frau Sick.
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Mädchenturnen 1986 |
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Bubenturnen 1986 |

Frauenturnen 1986 |
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Gauligamannschaft 1992 |
Heute betreut die Turnabteilung in ihren
verschiedenen Gruppen ca.
220 Kinder und Erwachsene, nicht mitgerechnet die
Frauen-
Gymnastikabteilung. Für jeden gibt es dabei die
Möglichkeit, Sport zu
betreiben und auch etwas für seine Gesundheit zu tun.
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Seit der 125-Jahr-Feier des TSV vom 04. –
07.07.1986 sind nun wieder 20 Jahre vergangen und die einst
sieggewohnten Turner sind in die Jahre gekommen. Trotzdem sind sie
noch regelmäßige Teilnehmer an Gau-, Landes- und Deutschen
Turnfesten und das mit durchweg vorzeigbaren Leistungen.
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Training 1986 |
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Insgesamt 3 Gau-, 7 Landes- und 6 Deutsche Turnfeste
besuchte die Turnabteilung in dieser Zeit. Im Schnitt waren es ca.
15 Teilnehmer. Eine Ausnahme
bildete das letzte Deutsche, 2005 in Berlin mit 28
Wettkämpfern.
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| Viele Meistertitel wurden für den TSV geholt – allen
voran war Rainer Herrmann. Er wurde nicht nur Deutscher Vizemeister
im Zehnkampf (und das übrigens zum 2. mal), sondern auch
Württembergischer Meister am Boden, dazu 3 erste Plätze bei
Landesturnfesten und viele Gautitel. |
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Thomas, Kevin, Steffen |
Drei Nachwuchsturner des TSV machten in dieser
Zeit ebenfalls von
sich reden: Kevin Ströhle, Thomas Junginger und
Steffen Kern
mischten von 1987 bis ca. 1996 im Ulmer Turngau und
auf
Landesebene kräftig mit.
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Auch sie holten mehrere Landes- und viele
Gautitel – in der Jugend – für die Turnabteilung. Leider gab einer
nach dem anderen den Kunstturnsport auf. Verletzung, Schule, Studium
und Ausbildung waren die Gründe. Bis 1996 konnte noch eine
Gauligamannschaft gestellt werden, die auch noch 5 mal Gaumeister
wurde, aber mit dem Wegfall der Jungen musste auch sie sich vom
Liga-System verabschieden.
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Insgesamt wurden in knapp 20 Jahren folgende
Titel geholt:
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1 Deutscher Vizemeister,
3 Württembergische Meistertitel,
6 Gaumeisterschaften der Mannschaft
-
4 erste Plätze bei Landesturnfesten und
unzählige Gautitel im Einzel.
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Die Turnabteilung führte bis 2005 Hans Herrmann an,
der nun seinerseits nach 23 Jahren von seinem Sohn, Manfred
Herrmann, abgelöst wurde und den
Rang des Stellvertreters einnahm.
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